Эмиграция и возрождение в России в 1764-1855 г. – 10 ч. (рукопись 200-летней давности – 2-я часть) (31.07.2018)


Anton Schneider

 

Denkschrift über den Ansiedlungszustand der Einwanderer und die Geschlechterlinie unserer Stammfamilien in Russland als wie auch über die merkwürdigsten Begebenheiten und Ereignisse in und außerhalb unserer Familien von dieser Zeit bis auf gegenwärtige Zeit 1764 - 1770

(ein über 200 Jahre altes Manuskript)

 

Zweiter Teil

 

Ins Russische wurde es zum ersten Mal übersetzt von Antonina Schneider-Stremjakowa

 

Wirksamkeit der Jesuiten in den Kolinien

 

Diese lobenswürdigen Seelenwächter fanden bei ihrer Ankunft in der Saratowschen Mission allerwegen große Hinlässigkeiten und Nachlässigkeiten der daaligen ausgearteten Kolonisten, hingerissen von großen und häufig unter ihnen eingeschlichenen Verkehrungen und Mißverständnissen.

Bei diesem Zustande gedachten dieselben jener Worte, die Gptt dem Propheten Jeremias 1-10, gesprochen: Ich habe dich bestellt, daß du ausreißen und verstören, verderben nd zerstreuen, bauen und pflanzen sollst.

Indessen donnerten und blitzten sie von der Kanzel, nämlich in lauter Feuer standen sie da, sie erleuchteten die Unwissenden, belehrten die Zweifelhaften. Die Sünder straften. Die Betrübten tröteten sie und das Unrecht ertrugen sie mit der größter Geduld, die Kalten und Lauen erwärmten sie mit ihrer Hitze, die Laster verzehrten sie und die Tugend kochten sie mit ihrem Feuer aus.

Sie predigten aus Liebe gegen die Sünder und straften die tödlichen Laster. Sooft sie lehrten und predigten, sooft ward das vorige Pfigstfest erneuert, so, wie die Apostel in dem Saale den heiligen Geist empfingen. Irrtum und Laster wichen bei ihren Predigten ebenso, wie sich die wilden Tiere bei der Morgenröte in ihre vervorgenen Waldungen trollen. Ihre Predigten waren den Gerechten wie die Sonne zu ihrer Erleuchtung und dem Irrgläubigen oder Sünder wie der Mond in ihrer Finsternis: eine Arznei wider ihr Unheil und ein gutter Samen ihrer Herzen. Sie stellten sich vor, wie Christus dem unfruchtbaren Baum keinen süßen Tau gegeben und zum Feuer verdammte. Jenem, der aus Bosheit kein hochzeitliches Kleid angezogen hatte, entzog er den süßen Bissen von der Mahlzeit, und zur Zucht ließ er ihn in den Kerker werfen.

So, wie sie auf der Kanzel das göttliche Wort im Feuer nicht verbargen, ebenso waren sie in dem Beichstuhle wie die Achse, die die schwarzen Kohlendeckt. Kurz, alle Wahrheiten legten sie den Menschen ungeheuchelt vor und an das Herz, sozwar, daß ihre Lehren nicht nur einigen wunderlich, sondern allen bemerklich waren, weil sie nicht wie ein Cicero , sondern wie ein Christus selbst auf der Kanzel standen. Sie trugen in ihrem Munde Feuer, aber nicht einFeuer, welches die unschuldigen Knaben verzehrt, sondern schonen und das Böse anfallen soll. Ihr ernstes Zurufen machte manchen steintoten Sünder wiederum zum Leben: so viel taten die lieben guten Jesuiten für das Heil ihrer untergebenen Schäflerin.

Freilich fanden dieselben bei ihrem Bekehrungssystem anfänglich und so lange fort viele hartnäckihe, verstockte Menschen, deren man überall und zu allen Zeiten findet, großen und ärgerlichen Widerstand, aber ihr unermüdeter Geist, ihre Arbeit, ihre Lehren und Predigten verdrängte auch in der Folge der härtesten Leichtsinn, weil sie in allen ihren Unternehmungen wahrhaft und in allen Werken und Taten untadelhaft und bewährt waren. Sie ließen die kleinen unmündigen Kinder zi sich kommen und brachen ihnen das Brot der Seligkeit und teilten es durch heilsame Lehren unter ihnen frei bewogen aus.

 

Gute Einrichtung, der Wohlstand der Kirchen in der Zeit der Jesuiten

 

Die Mitglieder der heiligen Gesellschaft Jesu hieltensich ungefähr 18 Jahre in den Saratowschen Missionen auf. Wie sie den nun in allen ihren Unternehmungen jederzeit sich in jeder Angelegenheit des Wohls der Menschen zu erfreuen wußten, so waren sie auch darauf bedacht, dem Gpttesdienste einen angemessenen Anglanz zu verschaffen.

Durch die H[erren] Paters der Jesuiten bekamen alle katholischen Kirchen im Saratowschen Gouvernement Licht und Aufschwung, Glanz und Klarheit umschwebte dieselben, daß sie in kurzer Zeit von außen und innen geschmackvoll erschienen. Der natürliche Einfluß, der den e Glanz abwarf, bestand an Kirchengefäßen, Ornaten und sehenswerten Bildnissen verschiedener Heiligen, die in ihrem Leben durch Heldentaten die Himmelskrone erwarben, welche sie zum Teil selbst schenkten oder durch milde Beiträge einsammelten und bei ihrer Abreise viele Vermächtnisse ihres eigenen Vermögens unentgeltlich zurückließsn. Die meisten Kirchen, die noch in gegenwärtiger Zeit als regende Denkmäler dastehen, sind durch ihre wohltätige Fürsorge innerhalb ihres Hierseins erbauet worden.

Ihr stipuliertes Gehalt bestand aus 250 Rubel Bankasisgnationen und für einzelne zufällige Verrichtungen geistlicher Angelegenheiten, als: Taufen, Kopulieren, Beerdigen, Seelmessen und Ämter für Verstorbene nahmen sie auf eine ganz einfache und mäßige Art vorlieb und ashen dabei sehr auf den guten Willen als auf ein übertriebenes einträchtliches Los. Arme, Notleidende und Unbemittelte ließen sie bei dergleichen Verrichtungen frei und den Wohlhadenden ihre willkürliche Erstattung.

Nie hörte man von Zwang oder Hang einer ungerechten Anmaßung, alles geschah zum Besteb und Liebsten der Menschheit, um ja nicht auf eine ärgerliche Art durch Ungerechtigkeit sich irgend zu verstoßen, die Menschen zu kränken, Liebe, Frieden, Freundschaft und Eintracht, die Gott und die Menschen liebet, wohnte unter uns in bruderlicher Liebe, und des Friedens Engel schwang seine Palmen.

 

Glückliche Zeit der Jesuiten für die Kolonisten

 

So, wie sich den bereits der religiöse Zustand in denFamilienvereinen merklich verbesserte, so began auch zugleich rasch und mit starken Schritten der zeitliche Wohlstand besser vorwärts zu gehen, und ein sinnliches Moment fand dabei seine passende Gelegenheit und glückliche Zeit: den ihre Bemütungen stärkten auch den zeitlichen Wohlstand zu Hause, auf dem Felde und allerwegen, weil sie die härtesten Arbeiten dem drückenden Landmanne erleichterten ,daß ihr Glück, welches sie mit einer so unschuldigen und mit den wenigsten Gelegenheiten zur Sünde verbundenen Arbeit beschäftigt, recht dankbar zu schätzen und sich auf dem Felde, in diesem Tempel der Gottheit, allmählich der patriarchalischen Religion mit den Ihrigen erheben, und dabei nach Anleitung des göttlichen Heilandes auf geistliche Dinge richten, sich von den Lastern und Üppigkeiten durch fromme Einfalt und Mäßigkeit umso mehr entfernen. Munteren dieselben mit und durch Tröstungen der Widerwärtigkeiten in dem abwechseknden Glück und Unglück, welche bei einer so mühevollen Lebensbeschäftigung so vielfach besträhnet sind, daß die Kolonisten mit mehreren Bedachtsem anfingen, sich in allen Zweigen der Haus- und Landwirtschaft zu verbessern und sich meht auszubreiten.

Der Segen Gottes stieg herab über Felder, Äcker, Wiesen und Wälder, Menschen und Tiere, daß sozusagen alles heilbringend war. Alle Jahre, Tage und Stunden waren Freude von Überfluß an Glücksgütern und Vermögen und keine Klage des Kummers, wie wir heutzutage sehen und hören, trat vor unsere Augen.

 

Abzug der Jesuiten aus Rußland

 

Innerhlab von 18 Jahren hatten wir Deutschen das Glück, unter der Mission der verehrungswürdigsten H[errn] Paters der Jesuiten die Bildung in der christlichen Religion zu erlernen. Ihr unermüdeter Eifer für die göttliche Lehre führte sie zu weit, so daß allerwegen, wo sie predigten und lehrten, auch die Gemüter fremder Konfession zur katholischen Kirche übergangen sind. Diese Proselyten oder Neubekehrten waren aus hohen und niederen Ständen vielfältig beigetreten, und dieses erweckte unter dem herrschenden russisch-griechischen rechtgläubigen Volke ein ärgerliches Ansehen, und sie warden endlich im Jahre 1820 aus Rußland entfernt, ihre Güter und Kirchenschätze konfisciert und gerichtlich in Beschlag genommen, eigentümliche Sachen aber wurden einem jeden gelassen, welche sie meistenteils zn die Kirchen und an arme Notleidende verschenkten.

Der Abzug der Jesuiten aus den deutschen Kolonien was ein nicht zu neschreibender Jammer, der die Herzen ihrer verwaisten nachgebliebenen Pfarrkinder beschlich, und Tränen des Kummers flossen aus den Augen des um sie herumgescharften Volkes.

Alle, groß und klein, fielen auf ihre Knien nieder, um von ihnen den letzten Segen zu erhalten, und da sich die immer segnende milde Hand über dieselben erhob, weinte und schluchzte alles ihnen wehemütig nach. Der Tag der Trennung von unseren geliebten H[errn] Pater Josephus Steidle war der 20-te September 1820, der mir noch in diesem Augenblicke, und solang ich leben werde, unvergeßlich sein soll.

Mit dem Abschneiden der Jesuiten verschwand auch bald nach einigen Jahren das löbliche System der Jesuiten im Schattenreich der Nacht, und alle schönen Gebräuche, Lehranstalten und andere Sittlichkeiten bei Alten und Jungen neigten sich allmählich zum Einsturze, und das Licht, welches und in der so kurzen Zeit durch Gottes Huld leuchtete, verlöschte und bekam ein scheues und finsteres Ansehen. Alle Wohltaten, die uns die Jesuiten mit ihren Hiersein in der kurzen Zeit erwiesen haben, anzuführen, würde alle meine Kräften übersteigen und zu weit abführen. Kurz, sie waren tadellos.

 

Zustand nach den Jesuiten

 

Nach der Entfernung der Jesuiten, im Jahre 1820, erhielten wir abermals Geistliche aus dem Königreich Polen. Die hier in den Kolonien angestellten Geistlichen waren vorderhand verschiedener Orten; als Dominikaner, Carmeliten , Trinitatis-Anhäger , und Missionare aus dem Orden des heiligen Vinzenzius. Diese Geistlichen waren also ein Gemisch verschiedener Orden, daher den auch der Zusammenhang brüderlicher Eintracht, ein Werk der Gleichgültigkeit und teilnahmloser Sinn, der weder kalt noch warm war.

Diese Geistlichen waren indessen, obgleich die mehresten deutsch verstanden, zum Teil alte, abgelebte, hinkende, gebrechliche und zum Dienste unfähige Männer, daß dieselben, ohne ihre eigene Schuld ihnen anzurechnen, also nicht imstande waren, die Anweisung in vorausgesetzter Form und Ordnung als Leiter in geistlichen Angelegenheiten ohne Lähmung derselben weiter fortzusetzen. Übrigens waren diese für uns und für sich selbst schwachen Paters doch verehrungswüdig und taten nach ihren Kräften so voel als ihnen der körperliche Zustand nur gestatten konnte. Die Predigten hörten auf, die Beichstühle weniger als früher besucht, der Unterrricht der Jugend stockte, daß die ganze Lust den armen Schulmeistern aufgebürdet und überlassen ward, bei welchen auch die Lauigkeit bald sich bemeisterte: nur das Meßlesen geschah inzwischen noch an den Sonn – und Feiertagen ohne große Solennität und Feierlichkeit; Kopulationen, Taufen und andere erforderliche rituelle Gebräuche fanden nur aus der Not geholfen statt. Aus dem nun erzwogenen Zustande und ungemacher leidender Umkehrung ging hervor: das Beichthören gelangte in einen bedauernswürdigen Zustand, wodurch der Art nach auch zugleich alle Vollkommenheiten des wahren Christentums und Kultus untergraben und vernachlässiget worden; Sitten und Moral sanken, und die Menschen fingen an, gleich in die gröbsten und härtesten Fehler zu fallen, deren man seit dem Hiersein der Jesuiten nie gehört und die gänzlich ausgerottet waren. Nach und nach verschwanden die Gott gewidmeten, von den Jesuiten eingeführten heiligen Gebräuche, das Beichthören, die Bruderschaften und andere heilige Bedingnisse. Der Empfang der allerheiligsten Altarsakramentes, welches selbst die ewige Wahrheit als ein Gedächtnis seines Leidens hinterlassen und zum Unterpfand der zukünftigen Herrlichkeit eingesetzt hat, wurde zum Teil vernachlässiget und zum Teile mit der größten Gleichgültigkeit empfangen, und es kam endlich nur einmal im Jahre, in der Eile zusammengerafft, dem Priester ohne Andacht erzählt, die Sünden ohne wahre Reue und Liebe gebeichtet warden, wie es leider noch heutzutage geschieht.

Diese guten Herren Paters bedauerten öfters unter anderem die unglückliche Lage ihrer selbst, wiewohl sie nicht schuld waren, sondern aus Gehorsam ihrer geistlichen Obern hier angestellt wurden. Ungefähr sechs Jahre hindurch hielten sich diese Geistlichen in den hiesigen Kolonien auf, bis seine andere Verordnung die bedrägte Lage auf einen besseren Fuß stellte.

Zufolge dessen aber konnte doch in direkter Hinsicht die Erwartung für das Wohl der Menschen keine befriedigende Stellung finden, um die entflohene Ordnung der vormals gehabten Menschenausbildung aufrecht zu stellen, weil die Wirksamkeit keinen natürlichen Zugang hervorbrachte und mit jener mehr oder weniger gar nicht entsprechend war.

Demnach kann man sich leiterdings vorstellen, in welchen ungeheueren Umstand, ohne Mahnen und Stören, ohne Predigten und Lehren, sowohl den religiösen als moralischen Stand betreffend, ohne Reue und Schmerzen beim Sündenbekenntnis selbst die unheilsamsten Mittel, um die Freundschaft Gottes zu erhalten, die Menschen versetzt wurden, welche ohnehin schpn, auch bei der größen Sorgfalt und wachsamster Aufsicht jedoch die gröbsten und abscheulichsten Fehler begehen und von den Ausschweifungen leicht hingerissen werden.

(weiterhin abgekürzt)

 

 

 

Антон Шнайдер

 

 

Памятная записка о состоянии поселений иммигрантов, о родословной нашего корня в России, а также о важнейших событиях внутри и вне нашей семьи с тех лет и по настоящее время 1764 – 1770

(рукопись 200-летней давности)

 

Часть вторая

 

На русский переведено впервые. Перевод Антонины Шнайдер-Стремяковой.

 

Деятельность иезуитов в колониях

 

По прибытию в Саратовскую епархию эти заслуживающие всяческой похвалы спасители душ обнаружили вырождение колонистов: распущенность и отсталость, многие зачастую не могли объяснить даже свой переезд.

Наблюдая за состоянием своих подданных, иезуиты использовали слова проповедника Еремея (1-10), что сказал: Я тебя заказал. Ты выехал, выбился из колеи, испортился, потерялся, но ты должен начать созидать и взращивать.

Просвещая за кафедральной стойкой невежд и обучая сомневающихся, они метали громы и молнии, словно были охвачены пламенем. Вываривая добродетель пламенем сердец, они наказывали грешников, утешали скорбящих, согревали разуверившихся и мягкотелых, терпеливо разъясняли суть и вред пороков.

Они противопоставляли любовь греху и наказывали грешников, что несли смерть. Сколько раз случались проповеди, столько раз возникал и праздник Троицы – происходило то, что получали апостолы в зале Святого духа. Заблуждения и пороки отступали так же, как с появлением зари исчезают дикие звери. Их праведные речи были солнцем среди греховной ереси, луной во тьме, лекарством в болезнях и зерном для сердца. Они вели себя, как и Христос, что не давал сладкой росе питать бесплодное дерево – он предавал его огню. Всякого, кто умышленно отказывался от подвенечного платья, лишали вкусной еды во время трапезы и для профилактики помещали в темницу.

Оставаясь последователями конфессии, они не прятали огонь Божьего слова на кафедре, хотя зола покрывала всё чёрным пеплом. Короче, они открывали правду без прикрас, так что их учения не только восхищали, но и оставляли след в душе. Казалось, на кафедре не Цицерон , а сам Иисус Христос, огненные речи которого извергали не пламя, что сжигает детей, но пламя, что сжигает зло. Их горячие призывы возвращали к жизни грешников – для спасения вверенных им овец иезуиты делали многое.

Разумеется, в самом начале и во времена более поздние они встречали чёрствых упрямцев и людей, неприятие и сопротивление которых есть всегда и везде, но сила духа, неустанный труд, учения и проповеди вытесняли легкомыслие, ибо в трудах, делах и увеселениях они были честными, безупречными и опытными. Для обучения они приглашали на детские проповеди маленьких детей, и, свободно перемещаясь, угощали их святым хлебом.

 

Организация и процветание церквей во времена иезуитов

 

Члены духовного братства Иисуса находились при Саратовской епархии около 18 лет. Они радовались благосостоянию, что с каждым разом всё возрастало, и были озабочены украшением церквей.

Они хотели, чтобы католические церкви в Саратовском наместничестве отличались светом, полётом, лоском, чтобы всё в них было со вкусом, так что извне и изнутри церкви вскоре стали выглядеть красиво. Огромную роль имела также церковная утварь, облачения и лики святых в нимбе, чья святость была заслуженной. Церковные украшения они частично дарили сами, частично приобретали благодаря небольшим пожертвованиям, но после их отъезда наследие безвозмездно перешло церквам, большинство из которых и поныне возвышаются говорящими памятниками, что были воздвигнуты благодаря заботе, благотворительности и воле иезуитов.

Их денежный оклад составлял 250 рублей. Крещения, венчания, похороны, отпевания и др. для неимущих выполнялись безвозмездно, а состоятельные делали небольшие взносы по принципу, кто сколько может. Никогда не было слышно о насилии или скате к высокомерию, всё делалось для блага людей, а не для того, чтобы вызвать раздражение либо переживание. Они никогда не побуждали к злу, не заставляли переживать, не оскорбляли мир, дружбу и согласие, что живут братской любовью и милы Богу и людям – их мирный ангел парил с пальмовой

 

Времена иезуитов – счастливое время для колоний

 

Как только улучшилось религиозное состояние в семьях, заметно началось движение к финансовому благополучию. Это было благодатное время для морального развития, так как всё, что связано с работой в семье, поле и т. д., меньше всего способствует греху. Колонисты благодарно воспринимали работу в поле, этом Божественном храме, который защищал, возвышал, указывал на духовные свойства на Земле и отводил от пороков и роскоши благочестивой простотой и умеренностью.

Ободрённые утешениями в переменчивых бедах и несчастьях, которых всегда хватает, жизнь колонистов улучшалась и развивалась в делах сельскохозяйственных и домашних.

Божий дух витал в полях, лугах, лесах, на пашнях, он жил в людях, животных, так что всё было благословенно. От изобилия и счастья собственности все годы, дни и часы были сплошной радостью без жалоб на горе и беды, о которых мы часто слышим и которые предстают перед нашими глазами сегодня.

 

Выселение иезуитов из России

 

В течение XVIII столетия немцы имели счастье быть под влиянием почтеннейших господ иезуитов, с помощью которых они глубоко прониклись христианской религией. Неустанное служение Богу было так заразительно, что всюду, где проповедовали иезуиты, в католичество переходили люди других конфессий, и были эти новообращённые как из низших, так и высших сословий. В господствовавшем тогда русско-греческом православном мире это было встречено враждебно, и в 1820 году их выслали из России. Вещи и церковные принадлежности были конфискованы и преданы демонтажу. Кое-какие личные вещи им разрешили взять, но они оставляли их чаще всего церквам либо дарили нуждающимся.

Выселение иезуитов было встречено невообразимым горем. Оно прокралось в сердца осиротевших прихожан, в глазах которых стояли не только слёзы, но и читалась печаль обездоленного народа.

Взрослые и дети упали на колени. Когда благословенная рука поднялась, чтобы в последний раз осенить их, они всхлипывали, мужественно это скрывая. 20 сентября 1820 года стал днём расставания с нашим любезным патером господином Ёзефусом Штайдле. Он продолжает стоять перед моими глазами и останется в моей памяти до поры, пока я буду жив.

После их ухода милый уклад иезуитов растворился в тени ночей; добрые дела, учения и мораль среди взрослых и молодёжи пошли на убыль; благодатный свет, который какое-то время согревал нас, потух и получил мрачный оттенок. Перечислить все добрые дела, которые сделали за время своего короткого пребывания иезуиты, невозможно. Короче – они были безукоризненны.

 

Положение после иезуитов

После изгнания в 1820 году иезуитов были присланы священники из богатой королевской Польши. Они принадлежали к различным орденам: доминиканцы, кармелиты , последователи Троицы и миссионеры из ордена святого Винцента. Представляя смесь орденов, они не отличались гармонией братства – от их равнодушия и апатии не было ни пользы, ни вреда.

Большинство этих священников знали немецкий язык, но были старыми, отживающими, болезненными и не годными для службы людьми – не их вина, что они были не способны следить за порядком и выполнением церковных инструкций. Слабые в собственных глазах и в глазах прихожан, они делали всё возможное, что было в их силах. Проповеди и занятия с молодёжью прекратились, исповеди стали редкими; весь этот груз был переложен на плечи учителей, в среде которых плодилась апатия. Мессы по праздникам и выходным проводились без прежней торжественности. Свадьбы, крещения и прочие ритуальные мероприятия проводились лишь по необходимости. Это привело к тому, что исповеди сошли на нет, культ христианского служения был погребён и захоронен. Началось падение нравов, люди всё больше впадали в грех, что было невозможно при иезуитах. Исчезали введённые иезуитами посвящения Богу, признания, духовные братства и прочие условности. Духовные обычаи, символ вечной правды и памяти о страданиях и благодати, были преданы частично забвению, частично проводились равнодушно. Всё это привело к тому, что исповеди проводились в спешке и только раз в году, священник не читал молебна, грехи отпускались без покаяния, выслушивались без любви к человеку – тому, что есть, к сожалению, и сегодня. Но добрые отцы были достойны сочувствия. Послушные папству, что направило их в колонии, они были не виноваты. Священники служили около шести лет, пока не произошли изменения к лучшему.

Ждать благ в создавшихся условиях, чтобы восстановить порядок в обучении и воспитании уже невозможно: та состема была уничтожена и не пользовалась спросом.

Каким было нравственное и религиозное состояние без увещеваний, проповедей, обучения, покаяния, душевной боли во время исповедей – всего того, в чём ощущается Божье присутствие и что оберегает человеческое в человеке, представить нетрудно. Отсутствие строгого контроля ведёт к торжеству отвратительнейших пороков, и люди впадают в разврат.

(продолжение следует в сокращении)

 

 



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